Erfahre, wie unsere Kindheit unser späteres Leben beeinflusst

Erfahre, wie unsere Kindheit unser späteres Leben beeinflusstVor langer Zeit habe ich den Entschluss gefasst über das Thema Kindheitserfahrungen und seine späteren Auswirkungen zu schreiben.
Und lange lag der Entschluss auch in meiner Schublade, so, als wenn ich noch etwas lernen müsste, um darüber schreiben zu können.

Wir denken immer unsere heutigen Probleme haben nichts mit unserer Kindheit zu tun. Und wenn wir es wissen, sagen wir: „Ja, ja, ich weiß das!“, wissen aber dennoch nicht, wie wir das Thema anpacken und für uns zum Positiven verändern sollen.
Wollen – tun wir das schon.
Nur das „WIE“ ist eine entscheidende Frage, die vor der Umsetzung steht und ein Punkt ist an dem wir sehr oft scheitern.
Meistens aus Unwissenheit, denn wir kennen unsere Kindheitsmuster oftmals gar nicht so genau. Geschweige, dass wir sie beim Namen nennen können. Und da stellt sich die entscheidende Frage:

„Wie kann ich etwas verändern, wenn ich es nicht einmal in Worte fassen kann?“

Genau!
Das geht nicht.

Meistens gibt es nicht nur einen Ansatzpunkt, sondern gleich mehrere.
Schließlich haben uns viele Aspekte in der Kindheit geprägt. Angefangen bei unseren Eltern zu Geschwistern. Später dann Freunde und Lehrer und noch später unsere eigenen Gedanken und Vorstellungen. Sie alle bilden ein Gebilde aus Gedanken und – Erinnerungsstrukturen, welche in uns ein Bild festigen, von dem wie wir sind und zu sein haben. Ob das unserer wahren Realität entspricht, steht in den Sternen.
Natürlich sind da noch unsere Träume, Ziele und Wünsche – unsere bildhaften Vorstellungen von unserem zukünftigen Leben, welche noch den größeren Teil unseres JETZT als Kinder einnehmen. Genauso wie unsere schönen Erfahrungen und Erlebnisse.

Das unsere Prägungen aus Kinderzeiten eine Auswirkung auf unsere Zukunft haben, auf die Idee kommen wir als Kinder erst einmal nicht.
Können wir auch nicht.
Wir wissen es ja nicht.
Wir können es als Kinder auch gar nicht wissen.
Wir befinden uns ja noch im Entwicklungsprozess.

Haben wir Eltern an unserer Seite, welche diese Zusammenhänge kennen, …

… dann können uns unsere Eltern lenken und leiten. Sie können uns Erklärungen geben, damit wir schon in jungen Jahren lernen einen bewussten und guten Umgang mit uns selbst zu pflegen.
Meinem heutigen Wissen entsprechend ein mehr als nützlicher Ansatz für ein glückliches, gesundes und erfülltes Leben.
Ein Ansatz, der wesentlich mehr wert ist, als die teure Markenjeans, das iPhone oder andere materielle Werte.

Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen.
Denken wir einmal an früher, dann wußten es auch unsere Eltern nicht besser. Das ist kein Vorwurf. Im Gegenteil. Es ist nur eine Feststellung. Sie gaben, genauso wie ihre Eltern, ihre Erziehungs – Erfahrungen an uns weiter; und das mit dem guten Gewissen, dass sie es richtig machen.
Der Unterschied zu heute ist, dass ihre Kindheit nicht so kompakt und herausfordernd war. Sie war wesentlich einfacher und unkomplizierter. Wobei ich nicht sagen möchte, dass unsere Eltern nicht auch ihr Päckchen zu tragen hatten. Denken wir einzig und allein an die Erfahrungen, die sie in der Kriegszeit sammeln mussten.

In der heutigen Zeit fallen alte Erziehungsstrukturen zusammen, alte Denkmuster müssen überarbeitet werde, der Kopf muss seinen Platz an das Herz abgeben und wir müssen lernen neue Rollen in unserem Leben zu übernehmen. Eine Arbeit, die unseren Eltern erspart geblieben ist. Aber wie schon gesagt, sie hatten mit anderen Problemen zu kämpfen. Trotzdem stehen auch sie in einem Veränderungsprozess, da sich unsere Welt und damit die Schwingung der Erde verändert.
Aus meiner Sicht bleibt es keinem Menschen erspart neue Wege einzuschlagen; und das mit dem Ziel wieder bedingungslos der Liebe zu vertrauen. Der Liebe zu allem und besonders zu sich selbst.

Gut ist es, wenn wir in unseren Prozessen, unsere Eltern um Rat oder Zusammenhänge fragen können und wenn sie uns offen und ehrlich auf unsere Fragen antworten, denn oftmals haben wir als Kinder eine verzehrte Wahrnehmung der Dinge und sehen auf Grund dessen unsere Erinnerungen ganz anders als sie.

Ein Beispiel:

Stell Dir vor, Du wurdest als Kind sehr behütet groß, aber nicht bemuttert und verhätschelt. Trotzdem kam es mit Deiner Mutter oft zu Reibereien, weil Du extrem willensstark warst und Deine Mama noch nicht wußte, dass sie mit konsequenten Worten, Liebe und Bestimmtheit weiter kommt als mit Dominanz und manipulierenden Worten. Die Folge war – ihr seit regelmäßig aneinander geraten und habt Eure Kräfte aneinander gemessen. Meistens verbunden mit Wut, Angst und Tränen. Wut, weil Deine Mutter irgendwann wütend aus der Haut gefahren ist. Angst, weil Du Angst bekommen hast vor ihr oder das sie Dich haut. Tränen, weil irgendeiner von Euch beiden hinterher geweint hat. Du vor Enttäuschung oder Deine Mutter vor Verzweiflung.
Nun hast Du ein ganz einfaches Programm gelernt:
Du musst Dich immer durchsetzen.
Du musst um alles kämpfen.
Du musst Angst vor Respektpersonen haben.
Dein Vertrauen wird missbraucht.
Du wirst oft enttäuscht und bist dadurch traurig.
Nun geht Dein Leben aber weiter und Du wunderst Dich, dass Deinem Leben die Leichtigkeit, die Beschwingtheit, die Einfachheit und die dauerhafte Freude fehlt. Immer wieder musst Du Hürden stemmen, Dein Recht einfordern oder sogar Dich aus den Löchern der Ungewissheit herausziehen.
Die Zusammenhänge sind nicht klar und schon gar nicht bewusst. Du lebst dieses Leben, liebst es auf eine gewisse Art und Weise und gehst jeden Tag wieder an den Start. Immer wieder in der Hoffnung, das sich etwas verändert. Doch das tut es irgendwie nicht. Im Gegenteil, die alten Erfahrungen flammen immer wieder auf und bestimmen Dein Leben.

Warum ist das so?

Ganz einfach, in Dir, das heißt in Deinem Unterbewusstsein liegt der Grundstein für Deine Muster verborgen, welchen Du irgendwann in Deiner Kindheit unbewusst und unwissend dort abgelegt hast.
Das heißt, Dir muss erst das Muster bewusst werden, welches immer wieder zu den selben Erfahrungen führt. Dann ist es wichtig, dass Du mit diesem Muster arbeitest. Du darfst es annehmen und lieben lernen, damit Du es über einen Zeitpunkt X verändern kannst.
Dieser Zeitfaktor ist ein Ungewisser und noch mit ungewissem Ausgang für Dich präsent.
Aber nur für Dich und Deinen Kopf, denn der positive Ausgang ist vorprogrammiert, so bald Du eine Entscheidung für Dich gefällt hast. Der Rest des Weges entwickelt sich irgendwie von selbst, wenn Du achtsam, mutig und konsequent bist. Und das Schöne daran ist, Dein Körper und vermutlich auch Deine Seele führen Dich. Natürlich wirst Du hin und wieder auf die Nase fallen, das Gefühl haben – Du läufst rückwärts. Das ist normal und gehört zum Wachsen und zur Übernahme neuer Programme dazu.
Als Kind bist Du ja auch nicht aufgestanden und konntest sofort laufen.
Nein, denn Du musstest ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN.
Nur, Du hast Dir weniger einen Kopf gemacht. Du hast auf Deinen Körper gehört und bist immer wieder aufgestanden, bis Du laufen konntest. : )

In diesem Sinn, wünsche ich Dir gutes Gelingen. Manchmal dreht man eine Extrarunde, aber das ist nicht schlimm.

Herzlichst Deine Heike

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