Wahrhaftig leben in Freude, Zufriedenheit, selbstbestimmt und glücklich, hat immer etwas mit Selbstliebe zu tun.
Doch sind wir einmal ganz ehrlich zu uns selber: Wem wurde die Liebe zu sich selbst in der Kindheit beigebracht? Wem wurde die Liebe, die in jedem Menschen angelegt ist, erhalten? Wer hat wahre Wurzeln ins eigene Leben mitbekommen, sodass man aus tiefem Herzen sagen kann: „Ich habe ein starkes Selbstbild in meiner Kindheit aufbauen dürfen?“
Das ist jetzt kein Vorwurf an alle Eltern oder an uns selbst, die, die selber Eltern sind. Das ist eine reine Feststellung von mir. Aber kaum jemand kann von sich behaupten, dass die Eigenliebe in der Kindheit gefördert wurde. Unsere Großeltern wussten nicht, wie das geht, und sie hatten damals andere Probleme zu lösen. Unsere Eltern haben es nie vorgelebt bekommen. Das, was sie nicht vorgelebt bekamen, können sie nicht weitergeben.
Hinzukommt, dass das Thema „Hochsensibilität“ in früheren Jahren verschollen gegangen ist, obwohl es uns schon immer gab. Viele Eltern, ob früher oder heute, wissen gar nicht, dass ihre Kinder hochsensibel sind. Dadurch sind Erziehungsfehler und falsche Sichtweisen auf das eigene Kind entstanden. Eine Zeit lang hieß es: „Nun stell Dich nicht so an! Hab Dich nicht so mädchenhaft! Sei doch nicht so sensibel! Musst Du schon wieder so empfindlich sein!“ Für die meisten von uns, die diese Sätze kennen, waren diese Sätze entsetzlich, aber auch das Anderssein.
Unser Problem ist also:
– wir wollen gerne zufrieden und glücklich leben, wir wissen aber nicht wie,
– die Außenwelt macht uns das Leben schwer, schwerer, als wir es uns selber machen,
– wir wissen nicht, wie wir ein glückliches, zufriedenes Leben mit unseren hochsensiblen Gaben hinbekommen sollen.
Doch es gibt eine gute Nachricht.
Seit der Jahrtausendwende ist in das Thema „Hochsensibilität“ eine Wende eingetreten. Auch das Thema „Eigenliebe“ hat einen anderen Stellenwert bekommen.
Der Grund dafür ist: Immer mehr Kinder kommen auf die Welt, die sehr feinfühlig sind. In der Zwischenzeit sagt man, dass die Zahl der Hochsensiblen die 20 % – Marke überschritten hat. Es gibt noch heute viele Eltern, die nicht wissen, dass ihre Kinder hochsensibel sind. Und es gibt noch heute viele Menschen, die ihre Hochsensibilität versteckt halten, zurückgezogen leben, Wunden in sich tragen, extrem verletzbar sind und sich mit ihrer Andersartigkeit weiterhin falsch fühlen.
Das heißt: Ein anderes Verständnis für die Hochsensibilität muss her. Und auch die Eigenliebe muss mehr gefördert werden. Beides zu entwickeln, die eigenen Kinder und sich selbst mit seinen Wurzeln anzunehmen, ist ein Prozess, der seine Zeit dauern wird, der aber unter derzeitigen Voraussetzungen möglich ist. Den Grund dafür erkläre ich Dir jetzt.
Dafür hole ich noch ein bisschen aus.
Wir leben in einer Zeit, in der die Welt und das Leben von uns Menschen in einem völligen Umbruch stehen. Alles wird sich verändern. Nichts bleibt, wie es einmal war. Die Energie des gesamten Kosmos wird höher. Eine hohe Energie fordert uns alle immer mehr auf, Liebe zu kultivieren und immer mehr Energie auf das Gute und Positive zu geben. Für uns als individuelle Persönlichkeiten bedeutet es, immer mehr zu Schöpfern unseres eigenen Lebens zu werden. Wir dürfen wieder lernen, auf unsere innere Stimme zu hören. Unserem Herzen mehr Gehör schenken, um unserer Seele und dem, was tief in uns – wie ein Eisblock unter der Wasseroberfläche – verborgen liegt, Raum zur Entwicklung zu geben.
Für uns, die hochsensibel sind, ist diese Zeit zwar anstrengend, aber auch magisch. Anstrengend, weil sich viele Menschen schwer tun, in eine gute, positive Energie zu kommen. Magisch, weil es unsere Energie ist, mit der wir all das sein können, was wir schon immer sein wollten. Mit den richtigen Menschen an unserer Seite können wir, dank der hohen Schwingung, in Liebe und Frieden zusammenleben. Wir können uns auf den Weg machen, unseren Kindern das Zuhause bieten, das wir uns gewünscht hätten. Wir können schauen, wo die Liebe auf uns wartet, die auch wirklich zu uns passt. Und wir können schauen, welchen Beruf wir mit Herz und Liebe ausüben wollen.
Eins können wir noch: Wir dürfen uns erlauben, unser wahres Wesen zu zeigen. Wir dürfen unsere Wunden und Verletzungen auflösen und uns in unserer schönsten und reinsten Form neu entdecken.
Noch nie war die Zeit so günstig, wie heute, den wir dürfen endlich wieder den Platz einnehmen, denn wir einst in den Zeiten des Säbelzahntigers hatten. Mit einem feinen, aber gravierenden Unterschied: Unser Bewusstsein ist gereift und größer geworden.
Der Puls der Zeit schlägt nicht mehr in unserer Außenwelt, an der wir uns jahrelang orientierten. Er liegt endlich wieder in uns selber verborgen, und wir dürfen wieder lernen, von innen nach außen zu leben. Etwas, das gerade wir, mit unseren feinen Wahrnehmungen sehr gut können.
Welche Schwierigkeiten sind damit verbunden?
Die alte Welt ist noch da.
Die alten überlieferten Dogmen, die aus Generationen vor uns noch in uns leben, dürfen endlich überarbeitet werden. Sie haben mit voranschreitender Zeit keine Gültigkeit mehr, denn sie sind es, die uns in Partnerschaften in CO – Abhängigkeiten halten, die uns einen Job machen lassen, der uns in Wirklichkeit nicht gefällt und den wir nur des lieben Geldes wegen machen. Sie sind es auch, die uns dazu bringen, unsere Kinder genauso zu erziehen, wie wir es erfahren haben. Sie halten uns im Alten fest, erlauben uns nur kleiner zu sein, als unsere wahre Größe in uns ist.
Der Grund dafür ist eigentlich simpel: Wir haben Angst. Angst vor dem Neuen. Und Angst, das Alte hinter uns zu lassen. Wir wissen nicht, was kommt, und wir haben verlernt, unserem Herzen und dem Weg, der in unserem Herzen verborgen liegt, zu vertrauen.
Auch ich hatte damals Angst, als das Leben mich auf einen neuen Weg geschmissen hat. Ich hatte damals keine andere Wahl. Ich musste, ob ich wollte oder nicht, diesen neuen Weg einschlagen. Es klingt etwas paradox. Aber mein alter Weg war zu Ende. Ihn weitergehen, selbst wenn ich es gewollt hätte, wäre nicht möglich gewesen. Mit jedem Schritt in die alte Richtung ging es mir schlecht. Ich hatte keine Energie, keine Kraft, und der kleinste Schritt wieder in diese Richtung zeigte mir, dass ich mein Leben in diese Richtung nie wieder auf die Reihe kriegen würde. Also musste ich umdrehen. Zurück zu meinen Wurzeln finden. Meine kaputte, nicht mehr funktionierende Welt verlassen und der neuen Welt, die ich aus mir heraus erschaffen konnte, vertrauen, ob ich wollte oder nicht.
Was mir geholfen hat, mich selber wiederzufinden, möchte ich gerne auch Dir an die Hand geben.
1. Meine Intuition. Die kleine, zarte Stimme in mir, der ich all die Jahre kein Gehör mehr schenkte. Die ich jedes Mal, wenn sie sich zu Wort meldete, weggedrückt und großzügig überhört hatte. Gut, war das nicht. Gerade, weil hochsensible Menschen, wie ich, besonders intuitive Menschen sind. Darum war es für mich sogar sehr schlecht, denn ich habe meinen inneren Kompass, der meinen Lebensweg kennt und mich vorteilhaft begleitet, schlichtweg abgelehnt.
2. Mehr Selbstliebe. Ich war immer der Meinung, ich habe mich ganz doll lieb. In Wirklichkeit war ich Meilen davon entfernt. Auch sie musste ich mir wieder zurückerobern. In kleinen Schritten, Stück für Stück. Täglich, aber beständig, indem ich all den alten Kram, der mich bisher behindert hatte, auflöste.
Du kannst das auch. Ich sage Dir auch, es ist sogar sehr wichtig. Denn, Du kannst Dein Kind nur zu einem starken Erwachsenen erziehen, wenn Du ihm/ihr Selbstliebe vorlebst. Du kannst eine gleichwertige Partnerschaft, aufgebaut auf Achtung und Respekt, nur leben, wenn Du Dich aus tiefem Herzen selber liebst. Dasselbe gilt für Deinen Job und für Deine Finanzen. Du darfst es Dir selber wert sein, mit dem, Geld zu verdienen, was Dir Spaß und Freude macht und wo Du Dich für Geld nicht verbiegen musst. Einen Job, der Dich erfüllt und der Dir den Wert zollt, den Du Dir selber wert bist.
3. Meine ganz persönlichen Veränderungen. Das Coole an Veränderungen zu Deinem Vorteil ist, dass sie die Selbstliebe fördern. Sie kommt ganz automatisch in Dein Leben, sobald Du lernst, auf Deine innere Stimme zu hören, und sobald Du Dich zu Deinem Wohl veränderst. Wir sind als Menschen so gestrickt, dass wir irgendwann nach einem bestimmten Schema leben. Wir schauen nicht mehr nach links oder rechts, und schon gar nicht hören wir auf uns – auf das, was in uns ist. Darum fallen wir eines Tages auf die Nase und damit aus allen Wolken. Unser Inneres verschafft sich irgendwann unser Gehör. Egal wie, ob hart oder leicht.
Wenn Du diese 3 Punkte liest, klingt es leicht. Rückblickend war es das auch. Zumindest ab dem Punkt, wo ich begann, mir selbst zu vertrauen. Anfangs war es das nicht, doch mit jedem Schritt in die richtige Richtung wurde es leichter.
Eins noch:
Wir wünschen uns alle ein Leben in Liebe, Zufriedenheit und Glück. Frei von Angst und Enttäuschungen. Vor allem aber mit den richtigen Menschen an unserer Seite, mit einem guten Partner, finanziell nicht eingeengt und mit dem Wissen, dass wir immer alles haben, was wir zum Leben benötigen, ohne uns verbiegen zu müssen.
Es darf ein Leben sein, das uns gehört, uns gefällt und welches wir jeden Tag voller Dankbarkeit genießen. Dabei fällt mir ein: Als Kinder hatten wir in unseren Träumen ganz genaue Vorstellungen. Wir, die hochsensibel sind, haben besondere Vorstellungen und Träume davon. Sie sind meist mit denen, nicht – sensibler Menschen nicht zu vergleichen. Und auch hier liegt es daran, dass wir einfach anders sind. Das ist gut so, denn wir wünschen uns nichts sehnlicher, als ein Leben wie tausend bunte Regenschirme, wodurch wir unseren Alltag immer wieder neu, interessant, bunt und inspirierend gestalten können.
Darum mach alles, was Dir guttut, groß und lass alles, was Dir schadet, sein. Die Zeit ist reif dafür.
Herzlichst Deine Heike
P.S.: Für Dich als hochsensibler Mensch ist es, so meine eigene Erfahrung, enorm wichtig, dass Du Dich an erste Stelle stellst, und dass Du Dein Leben daran ausrichtest, was Dir guttut und womit Du Dich wohlfühlst. Denn dann bist Du gesund, kraftvoll, energiegeladen, stark und glücklich. Gesunde Grenzen sind wichtig. Eine große Portion gesunder Selbstwert ebenfalls. Kein Egoismus, denn Egoismus verletzt andere. Die eigenen Bedürfnisse zu kennen und für Dich gut zu sorgen, ist ebenfalls wichtig. Darum ist Selbstfürsorge perfekt. Sie schenkt Dir alle guten und hohen Energien und nimmt Dir alle niedrigen Energien, die Dich daran hindern, zu 1000 % eigenverantwortlich zu sein.
